Schneelastzonen in Deutschland

Die Erfahrung zeigt, dass dem Thema Schneelast nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt werden kann - nicht zuletzt bei der Berechnung von Dachstatik bzw. Dachform von Stahlhallen. 

Wie Windlast wirkt auch Schneelast auf die Stahlhallen-Grundfläche, jedoch in Richtung Schwerkraft, also senkrecht nach unten - und nimmt damit durch Druckbelastung Einfluss auf den Zustand von Haustechnik und Dach. Auch hier bestimmen - wie bei der Windlast - Klimazone und topographische Höhenlage über die Schneelasten bzw. über die Zordnung zu Schneelastzonen. Schneelastzonenkarten bilden die Schneeintensität geographischer Regionen als Zonen 1 bis 3 ab (DIN 1055-5). 

Die nachfolgende Karte dient nur der groben Übersicht der Schneelastzonen in Deutschland. Wenn Sie wissen wollen, in welcher Schneelastzone sich Ihr Objekt genau befindet, überprüfen Sie dies bitte mit Hilfe der unten stehenden, herunterladbaren Listen für das Bundesland, in dem Ihre Stahlhalle errichtet werden soll.

Hier finden Sie eine detaillierte Schneelastzonen-Übersicht für jedes Bundesland

Erläuterung zur Benutzung der oben stehenden Tabellen:

1.) Laden Sie sich die Tabelle für das betreffende Bundesland (Standort der geplanten Stahlhalle) herunter und öffnen Sie die Datei.

2.) Danach ist der Landkreis des Standortes zu bestimmen. 

Entweder sind alle Gemeinden in einer Schneelastzone gelegen, dann ist dies in der Tabelle so angegeben und die Schneelastzone (SLZ) in betreffenden Spalte abzulesen oder den Gemeinden eines Landkreises sind die Schneelastzonen direkt zugeordnet oder der Landkreis liegt überwiegend in einer Schneelastzone, Ausnahmen sind dann in der Spalte „Gemeinde“ namentlich aufgeführt und deren Schneelastzone direkt dort angegeben oder einige wenige Gemeinden fallen aus dem Raster der Schneelastzonenkarte, für diese ist der charakteristische Wert der Schneelast am Boden (sk ) direkt angegeben.

3.) Für Standorte der Schneelastzonen 1 und 2 in der Norddeutschen Tiefebene ist zusätzlich zu prüfen, ob sie sich im Sinne von DIN EN 1991-1-3/NA, Abschnitt 4.3 definierten Regionen befinden.

Für diese Standorte ist in der Fußnote „Nordd.Tiefld.“ angegeben und der Nachweis für den 2,3fachen Wert der charakteristischen Schneelast als außergewöhnlicher Lastfall nach DIN 1055-100 bzw. DIN EN 1990 in Verbindung mit DIN EN 1990/NA zu führen.

Noch zwei Hinweise: 

Für das Bundesland Niedersachsen beachten Sie bitte die besondere Situation im Harz.

Zur Bestimmung der exakten Schneelast ist auch die topographische Höhenlage relevant. Wie hoch Ihr Bauort über NN (Normal-Null) liegt, können Sie z. B. über Google Earth ermitteln.

Quelle: Das Deutsche Institut für Bautechnik hat diese Angaben mit Sorgfalt zusammengestellt, sie entsprechen dem aktuellen Stand; verbindlich sind jedoch die amtlichen Bekanntmachungen  der Länder. Stand: November 2016. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite www.dibt.de.